Warum sollte man überhaupt eine Nachricht an außerirdische Lebensformen senden?

   

Viele Menschen reagieren etwas skeptisch, wenn sie ohne weitere Hintergrundinformationen erfahren, daß wir bereits Botschaften an "Außerirdische" gesendet haben. Leicht werden hierbei Vorstellungen aus Science Fiction-Filmen wach, die uns an intergalaktische Kriege und dergleichen denken lassen. "Haben wir denn nicht selber schon genug Probleme innerhalb der Menschheit, so daß wir uns auch noch mit extraterristrischen Problemen beschäftigen müssen?" - so eine häufig gestellte Frage.

Aber wir müssen uns sowieso wohl oder übel mit dem Gedanken anfreunden, daß wir seit einigen Jahrzehnten durch unsere Radio- und Fernseh-Übertragungen damit angefangen haben, elektromagnetische Wellen ins All hinauszusenden, die wir nie mehr stoppen oder gar berichtigen können. So breiten sich nun rings um unser Sonnensystem Kugelwellen aus, die mittlerweile immerhin schon einen äußeren Durchmesser von gut 50 Lichtjahren haben werden.

Nun werden diese Fernsehinformationen einen recht wirren Programmsalat darstellen, unter anderem schon alleine aufgrund der Rotation der Erde. Aber angenommen, es gäbe eine fortgeschrittene Zivilisation, die in der Lage wäre, die Informationsflut beispielsweise mittels einer Sonde aufzufangen, zu sortieren und richtig zusammengesetzt dann in Richtung ihres Heimatplaneten zu funken, so würden neben größtenteils sinnlosen Aufforderungen, Kopfwehtabletten, Autos und Haushaltsreiniger zu kaufen, auch viele Informationen über uns preis werden.

Natürlich ist das ein schlechter Vergleich zu unserer Arecibo Botschaft, die ja einen direkten Kommunikationsversuch unsererseits darstellt. Allerdings...

   

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