Über Radiowellen als Signalträger

   

Radiowellen sind für einen solchen Zweck eigentlich sehr geeignet. Man kann mit relativ einfachen Mitteln ein Radio-Teleskop bauen. Zudem müßte nahezu jede Atmosphäre eines Planeten für Radiowellen zumindest halbwegs durchlässig sein.

Natürlich benötigt man schon einen recht leistungsfähigen Sender: Das Signal mit dem die Arecibo Botschaft in Richtung M13 gesendet wurde hatte eine (durch die Bündelung/Fokussierung bewirkte) effektive Sendeleistung von 2 * 10E12 Watt, entsprechend 2000 Milliarden Watt. (Also ein bißchen mehr, als die 2 Watt Sendeleistung Ihres Handys...)

Diese enorme Sendeleistung ist aber auch nötig. Denn ganz in unserer Nähe haben wir einen weiteren Sender, der ebenfalls munter in allen möglichen Spektralbereichen Radiowellen ins All aussendet: unsere Sonne nämlich.

Wenn man nun also mit einer fremden Zivilisation quasi mittels Licht-Signalen kommunizieren möchte, so sollte man schon ein etwas stärkeres Blinklicht benutzen, wenn man sich wie wir fast neben der Sonne befindet.
Natürlich können wir Menschen nicht die Menge an Energie in ein Signal stecken, wie dies unsere Sonne tagtäglich tut. Aber in einem engen Frequenzbereich können wir das schon. Und somit reicht für diesen Zweck auch der immerhin 500 000 Watt starke Sender des Arecibo Observatoriums aus.

   

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